Was mich bewegt.

 

Am Anfang meiner Arbeiten steht meist die Fotografie. Sie hält Orte, Situationen und Augenblicke fest, die mich berühren oder neugierig machen. Doch das Foto ist für mich selten das fertige Werk. Vielmehr bildet es den Ausgangspunkt für einen weiteren kreativen Prozess.

Wenn ich ein Motiv malerisch bearbeite, interessiert mich nicht mehr nur das, was tatsächlich zu sehen war. Ich beginne, Fragen zu stellen, Eindrücke zu vertiefen und neue Bedeutungen zu entdecken. Farben, Formen und Strukturen verändern die ursprüngliche Aufnahme und eröffnen Raum für Emotionen, Erinnerungen und Geschichten. So entsteht Schritt für Schritt ein neues Bild, das sich von seiner fotografischen Vorlage löst und eine eigene Wirklichkeit entwickelt.

 

Dabei fasziniert mich das Spannungsfeld zwischen Realität und Interpretation. In meinen Arbeiten geht es nicht nur darum, einen Moment oder einen Ort abzubilden, sondern auch darum, das sichtbar zu machen, was zwischen den Zeilen liegt – Stimmungen, Gedanken und Empfindungen, die sich nicht immer unmittelbar ausdrücken lassen.

 

Meine Bilder möchten dazu einladen, genauer hinzusehen und eigene Assoziationen zuzulassen. Sie sind eine Verbindung von Beobachtung und Vorstellungskraft, von Spurensuche und Neuschöpfung. 

 

Für mich ist Kunst ein Weg, die Welt nicht nur zu zeigen, sondern sie immer wieder neu zu entdecken.